Dienstag, 4. Februar 2025

Wendepunkt

Stehen wir an einem Wendepunkt der Weltgeschichte?

Weltweit warnen Politiker vor ihnen, unter Historikern ist die Vorstellung von Wendepunkten aber umstritten. Denn wer nur auf Ereignisse blickt, übersieht ihre Ursachen.

 https://www.zeit.de/wissen/2025-01/politische-wendepunkte-geschichte-zeitenwende-rhetorik?utm_source=firefox-newtab-de-de

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Prognosen sind immer schwierig aber ich glaube, dass die liberale Demokratie und das westliche Gesellschaftsmodell unter Druck ist wie seit den 30er Jahren nicht mehr. Während die Diktaturen zusammenarbeiten und sich gegenseitig mit Mensch und Material unterstützen, kocht jeder im Westen sein eigenes Süppchen und die Demokraten verzetteln sich im Klein-Klein.

Wenn Russland in der Ukraine gewinnt und China evtl in Taiwan, was zählen wir im Westen dann noch? Was zählen dann noch die internationalen Regeln, die im Wesentlichen von den Demokratien geschaffen und durchgesetzt wurden?

Ich kann gar nicht genug Sternchen vergeben für diesen Post.

Abgesehen davon, dass die westlichen Demokratien auch ihre Glaubwürdigkeit verspielt haben, weil häufig Macht - und wirtschaftliche Interessen hinter der Fassade der Demokratie standen.

 

So richtig funktioniert die Zusammenarbeit der Diktaturen nicht, wenn man genau hinsieht. Da kocht auch jeder sein eigenes Süppchen.

Nach 1989 gab es noch die Vorstellung das kapitalistisch-demokratische System würde sich von ganz alleine weltweit durchsetzen. Das hat sich als schwerer Irrtum erwiesen. Genau wie die Erwartung einer friedlichen, regelbasierten Weltordnung.

Derzeit halte ich einen inneren Zerfall des Westens für wahrscheinlicher als einen Untergang durch externe Ereignisse wie die Niederlage der Ukraine oder Taiwans.

 

Prognosen sind immer schwierig ....

.... wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Warum nicht versuchen, die Zukunft zu gestalt

wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Warum nicht versuchen, die Zukunft zu gestalten. Europa hat etwa 400 Jahre die Welt dominiert, obwohl es zuvor so arm gewesen ist, dass das Römische Reich in den Osten ausgewandert war. Aus dem darauf folgenden 1000 Jahren kam Europa als Sieger hervor.

Wenn wir die Flinte ins Korn werfen, erleben wir womöglich ein neues Mittelalter.

 

Ich danke Ihnen allen für Ihre Antworten, die auch teilweise nicht ganz so schwarzmalerisch waren wie mein Post. Ich muss zugeben, dass mich die politischen Entwicklungen in den letzten zwei Wochen deprimiert haben: Trump greift ausgerechnet die natürlichen Partner der USA an und innenpolitisch haben wir die Wahl zwischen Not und Elend. Trotzdem allen einen schönen Sonntag 

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 https://www.zeit.de/wissen/2025-01/politische-wendepunkte-geschichte-zeitenwende-rhetorik/seite-2#comments

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